Liebes Forum,
ich habe schon lange keinen Thread mehr aufgemacht. Im Hintergrund läuft gerade Radio, auch Nachrichten. Da habe ich gehört, dass die Bundesfamilienministerin Prien empfiehlt, dass Social Media erst dann genutzt werden darf, wenn Kinder/Jugendliche mindestens 13 Jahre alt sind. Dabei geht es z.B. um TikTok, Snapchat oder Insta. Die Betreiber sollen eine verlässliche Altersprüfung einführen. Es soll keine deutsche, sondern eine europäische Regelung geben. Wie findet Ihr das? Ja-Nein-Vielleicht? Oder sogar etwas differenzierter?
Viele neugierige Grüße
bke-Stephan
Hi
stimme euch voll zu dass die größten Gefahren darin sind nicht unterscheiden zu können was fake ist und was nicht. Und ja ich glaub auch jüngere kinder sind da noch gefährdeter. Ich geb zu mir fällt das manchmal auch schwer oder ich lass mich bestimmt auch mal täuschen. Mittlerweile gibts so viele tools um sachen zu verändern oder ganz neu zu generieren dass man echt aufpassen muss. Und viele kennzeichnen ihre posts halt auch nicht als ki genereriert. Und das wird bestimmt noch schlimmer werden mit Verbesserung der Technik. Frag mich halt auch wie eine altersgrenze umgesetzt werden könnte. Dann meldet man sich halt mit falschen Daten an... Wer überprüft das? Tiktok zum beispiel hat ja schon eine altersgrenze von glaub 13 oder 12 aber ich seh auch jüngere schon in der stadt die tiktok schauen.
Deswegen auch mein gedanke mit der strengeren kontrolle der inhalte statt "nur" eine altersgrenze. Weniger schlimme oder gefährliche inhalte würden halt dazu führen dass die gefahren geringer sind sollten eigentlich zu junge Kinder doch auf social Media landen. Und es sollte auch mehr Aufklärung find ich geben für die Kinder die in das Alter kommen in dem sie sich dafür interessieren und eben dazu gehören wollen. Da geb ich Amy nämlich recht. Hast du kein social media und bist nicht online connected und kennst dich bei jedem neuen Trend aus bist du irgendwie immer raus... Und mobbing ist auch ein großes thema wenn man nicht bei social Media mitreden kann.
Ich finds auch ganz furchtbar herbst wie viel druck entstehen kann wenn man sich online vergleicht... mit gefakten perfekten Körpern und leben. Man vergleicht sich ja eh schon mit anderen in der Schule oder in Vereinen und das kann schon hart genug sein und dann kriegt man nochmal online die breitseite weil man sich mit noch mehr menschen vergleichen "muss".
Statt social Media zu verteufeln fänd ich es besser die erwachsenen würden die Kinder besser an das thema ranführen und vielleicht auch anfangs begleiten und mit den kindern offen darüber sprechen was sie sich ansehen und wie sie das einordnen. Vielleicht würden Kinder und Jugendliche sich dann auch eher trauen auf ihre Eltern zuzugehen mit einem Problem das online entstanden ist. Jetzt haben viele denke ich angst davor weil man weiß die Konsequenz ist dann oft ein Verbot. Aber man will ja dazu gehören. Also behält man eher für sich wenn einem online etwas komisch vorkommt... Und das find ich gefährlich.
Ich bin nicht sicher ob die gefahren im Netz für jüngere noch gefährlicher sind wie für ältere stephan. Ob jemand mit 14 besser einschätzen kann ob jemand fake ist oder nicht wie mit 12 weiß ich nicht. Vielleicht ist die Gefahr immer gleich groß aber noch jüngere werden von denen die es übel meinen noch gezielter angeschrieben oder so... das könnte ich mir vorstellen.
Ich benutz zum beispiel aufgrund eigener Erfahrung snap überhaupt nicht mehr... Ich hatte das eine zeitlang aber da fand ich es abartig wie oft man da als Mädchen (ich war glaub 13 oder 14) anzüglich angeschrieben wird. Das war meine Erfahrung und anfangs fand ich das auch nicht sooo schlimm aber irgendwann hab ich gemerkt dass mir das zu viel wird. Immer nur zu blockieren dann sobald die Nachrichten komisch wurden oder gar nicht mehr drauf zu reagieren wenn ich denjenigen nicht kannte und angeschrieben wurde hat mir irgendwann nicht mehr gereicht. Keine Ahnung ob andere auch so Erfahrungen mit snap gemacht haben? Aber jemand anderes könnte halt mit 13 anders reagieren und dann kann es schon sehr gefährlich werden. Also denk ich halt es kommt auch immer bisschen drauf an welches social Media... Und welche Gefahren es dort gibt.
LG
Maya
Hallo
ich finde dass zu junge Kinder/Jugendliche nicht unterscheiden können was echt ist und was fake ist, das ist die Gefahr. Die denken alles was gepostet wird ist echt. Dabei ist viel was dort bei Instagram oder TikTok gepostet wird fake, verändert durch Filter, durch KI, sie zeigen eine Welt die nicht real ist. Und normale Jugendliche fühlen sich dann als Loser wenn sie nicht so gut aussehend, reich, erfolgreich oder beliebt sind wie die Influencer. Oder es werden TikTok challenges gemacht wo dann die Kinder versuchen es nachzumachen um cool zu sein und bringen sich in Gefahr. Oder eben es geben sich Ältere Pädos als Jugendliche aus und erschleichen sich das Vertrauen von Kindern oder Jugendlichen und wollen dann schlimme Dinge von ihnen. Und ja, ich denke unter 14 checken das die Kinder oder sehr jungen Jugendlichen nicht. Die sehen die Gefahr einfach nicht. Und dann natürlich die Sucht. Immer die Angst was zu verpassen wenn dauernd etwas neues gepostet wird. Oder stundenlanges scrollen obwohl man eigentlich etwas anderes tun sollte oder will. Das alles können sogar ältere nicht gut unter Kontrolle haben. Aber ganz junge Leute umso weniger. Also ich würde jemandem unter 10 kein Handy geben und unter 14 kein social Media.
Herbst
Hi,
ja würde ich, aber mehr mit 16 als 14. Vor allem würde es aber den Zwang nehmen dabei zu sein. Es wäre möglich, dass Freundschaften wachsen, entstehen und sich festigen ohne social media. Jetzt ist es so, du bist dabei oder du bist einsam. Es gibt fast keine Möglichkeiten mehr ohne dabei zu sein Anschluss zu finden. Oder gibt es hier ein Mädchen mit einem großen Freundeskreis ohne social media Nutzung? Ich kenne keine.
Liebe Grüße,
Amy
Hi Amy,
würdest Du sagen, es würde helfen, dann erst mit 14 oder 16 Zugang zu Social Media zu bekommen, weil dann die Posten vielleicht nicht mehr ganz so doll weh tun können und die Suchtgefahr, weil Menschen dann reifer sind, geringer ist?
Grüße, bke-Stephan
Hi :)
Ich finde 13 ist auch noch sehr jung und dass das große Problem in social media nicht der 45 jährige ist, den man nicht kennt. Das ist kein Problem von social media, das weiß man mit 14 nicht wie mit 12 und tbh weiß ich das hier auch nicht. Das Problem ist das was die die man kennt, die peers, da posten und die Sucht und der Druck und das Mobbing. Das ist alles irgendwie schon sehr krank heutzutage.
Liebe Grüße,
Amy
Hi Maya,
Neugier ist toll 😀. Ich meine Schutz vor bösen Menschen in Social Media. Weil Kinder vielleicht noch nicht so gut erkennen können, dass der vermeintlich gleichaltrige neue Freund ein 45 jähriger Bösewicht ist. Oder sie noch nicht gefestigt genug sind, um zu unterscheiden, was Polemik und was echte Fakten sind. Und ja, natürlich gibt es viele Erwachsene, die genau damit auch Schwierigkeiten haben. Die auch verletzlich sind. Ich frage tatsächlich nach, weil ich noch keine ganz gefestigte Meinung zum Thema Social-Media-Verbot habe.
Hi nochmal :)
ja und nein... ich bin eigentlich der meinung dass jeder mensch das gleiche recht auf schutz und vielleicht auch Bedürfnis nach schutz und sicherheit hat... Egal ob kind oder erwachsener. Aber das glaub ein anderes thema ;) aber ja so generell gelten jüngere als schutzbedürftiger und in manchen punkten ist das ganz bestimmt auch so.
Wenn du beim thema social Media und jüngeren von schutz redest woran denkst du dann? Schutz vor dem verschwimmen von Realität und online welt? Dem Gefühl Menschen näher zu sein die man eigentlich nur durch den Bildschirm kennt als denen die tatsächlich um einen sind? Oder eher schutz vor den Inhalten? Oder vielleicht was ganz anderes? Sorry falls ich schon wieder zu neugierig bin...
LG
Maya
Wow, was für eine differenzierte Antwort, danke. Vernunft und Alter zu koppeln, wenn das ginge, das wäre ja einfach. Deshalb gebe ich Dir voll Recht. Aber müssen nicht dennoch jüngere Menschen mehr geschützt werden als ältere?
Viele Grüße
Hi Stephan
ich denk social media bräuchte viel mehr eine Grenze dessen was gepostet werden darf als eine Altersgrenze. Der gewissenhafte umgang damit ist nicht an ein alter gebunden. Ich bin auch nicht dafür dass sich 8 jährige schon stundenlang tiktoks reinziehen, bin aber genauso wenig dafür dass 30jährige Eltern ihre minderjährigen Kinder unzensiert und in jeder Lebenslage ins Netz stellen. Wenn man sieht wie viele "family vlogs" es mittlerweile gibt könnte ich genauso kotzen wie wenn 10 jährige sich selbst vor Insta parken. Wenn es darum gehen soll ab wann man reif genug für die Internetwelt ist müsste man social Media komplett abschaffen weil das für mich null mit dem alter zu tun hat. Viel mehr sollte geschaut werden was jeweilige Accounts posten und diese dann auch konsequent zu sperren. Wenn keine dinge mehr online zu finden sind die schädlich oder fragwürdig sind schadet es auch einem kind nicht mehr kurz auf social Media zu schauen.
LG
Maya